GT 2: Saturnos only

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20.Oktober 2015:
Doing silly things: Habe mir aus China einen AKRAPOVIC Replikaschalldämpfer für unter 100 € besorgt. Einschließlich Schelle, Federn und Anschweißkrampen für die Federn. Witzigerweise mit einem Akrapovic Aufkleber. Ist extrem leicht, da nix drinne. Ich musste eine Zwischenbuchse anfertigen, sowie ein Zwischenstück für die Rahmenbefestigung. Ist sicherlich nichts für den Straßenbetrieb (vermutlich zu laut), eher Rennstrecke:

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Auch die Gummitankauflagen sind den "Umwelteinflüssen" ausgesetzt und können verspröden.

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8.Oktober 2025:
Da mein Saturnoaufbau aus möglichst vielen Originalteilen bestehen soll, habe ich mir heute das Bordwerkzeug vorgenommen. Habe doch tatsächlich noch einen vollständigen Satz gefunden. Allerdings teilweise stark angerostet. Aber mit einem Lamellenschleifer und Polierleinen klappte das "Aufhübschen" relativ gut. Wieder ein Mosaiksteinchen mehr für eine Komplettierung.

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5.Oktober 2025:
Bei einer Unfallsaturno wurde u. a. am Tacho die Stellschraube des Tageskilometerzählers beschädigt, die M2 Befestigungsschraube ist abgebrochen und steckt noch mit einem Restgewinde im Messingkopf. Was tun? Nichts ist unmöglich. Mein Versuch, die Schraube auszubohren gelang relativ gut. Habe das Gewinde auf M2,5 aufgeschnitten. Die dazu benötigte Schraube ist bestellt. Die an 2 Stellen gebrochene Stellsschraube wird auch noch repariert, demnächst in diesem "Theater".

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6.Oktober 2025:
Heute habe ich die Stellschraube "repariert". Diese war an 2 Stellen gerissen. Habe eine dünne Aluminiumhülse gedreht und sie mit der Stellschraube verklebt. Jetzt sitzt sie wieder satt auf der Drehachse des Tageskilometerzählers.

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1. Oktober 2025:
Ich habe zuletzt sehr viele Saturnoteile übernehmen können. Das ermöglicht mir, eine weitesgehend originale Saturno aufzubauen.

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2. Oktober 2025:
Guter Fortschritt an einem warmen und sonnigen Herbsttag.

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4. Oktober 2025:
Es geht voran. Nächste Aktion, der Kabelbaum. Parallel zu den Fahrwerksarbeiten habe ich die Gabelholme zerlegt, die "Innereien" kontrolliert, wieder zusammen gebaut und mit frischem Öl gefüllt. Die Räder sind auch schon einbaubereit. Dazu muss aber das Fahrwerk von der Werkbank gehoben werden.

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8.Oktober 2025:
Habe gestern mit meinem Sohn unter Unterstützung eines hydraulischen Hubtisches die Saturno nach unten gehoben. Jetzt steht sie vorne/hinten auf Montageständer. So langsam wird es eng in der Werkstatt.

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14.Oktober 2025:
Verkleidungshalter, Armaturen und Lampe montiert.

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17.Oktober 2025:
Ich habe schon in der Schule und während des Studiums E-Technik gehasst. Ich bin Maschinenbauer, habe Schweißen, Bohren, Drehen, Fräsen etc. gelernt, aber "Strippen" ziehen, Nein Danke. So tue ich es mir mit dem Kabelbaum recht schwer. Zunächst die Suche nach einem optisch gut aussehendem Kabelbaum. Bis auf ein defektes Kabel für gut befunden. Leider hatte ich kein blaues Kabel als Ersatz und musste ein rotes Einlöten. Nach Montage und finaler Kontrolle der Anschlüsse stellte sich (witzigerweise) heraus, dass vorne ein Blinkerkabel fehlte???!!!. Was tun? Bei meiner erneuten Suche in meinem Teilefundus hatte ich das Glück noch einen weiteren Kabelbaum zu finden. Zweiter Versuch. Scheint zu klappen. Einige Anschlüsse muss ich noch gemäß Kabelplan aus dem Handbuch überprüfen. Nächster Schritt: Batterie anklemmen, Licht und Zündung überprüfen. Zündfunke?

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21.Oktober 2025:
Heute 4 "schöne" Blinkergehäuse herausgesucht, gereinigt und mit neuen Replika Blinkerärmchen komplettiert:

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Der kleine Schalthebel ist ja mit dem Haupthebel vernietet. Ich wollte einen nicht mehr so schönen Hebel gegen einen neuwertigen Hebel tauschen. Dazu muss der "Kopf" ausgebohrt werden. Danach kann man mit einem Dorn den Hebel herausschlagen. Zunächst hatte ich überlegt, den Hebel nur zu verkleben, dann entschied ich mich für doppelt genäht hält besser. M6 Gewinde geschnitten und mit einer Innensechskant-Halbrundkopf-Schraube zusätzlich fixiert. In diesem Zusammenhang auch noch die Fußrastenendkappe leicht überdreht und damit aufgehübscht.

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Tankgummis, Ergänzung:
Hatte vor ca. einem Jahr über die Anfertigung von Alternativ-Tankauflagern berichtet. Ebenfalls unter Verwendung von Ducati Gummis und Aluminiumlagerböcken. Unter Verwendung der unten genannten Ducati Auflagegummis kommt vorne der Tank etwas höher. Vorteil: Er kollidiert vorne/unten mit der Schweißnaht nicht mehr mit den Rahmenrohren. Ich musste daher das vordere Tankauflager in der Höhe anpassen. Statt Alu habe ich jetzt den Kunststoff POM verwendet. Spart sogar 32 Gramm an Gewicht 😉

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Habe Alternativ-Tankgummis bei Ducati gefunden. Passen satt vorne unter den Tank und hinten unter die Naht. Original "schwebt" der Tank über den Gummis.

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25.09.2025:
Chinaschrott. War mal eine abwertende Qualitätseinstufung gegenüber „Made in Germany“. Es hat sich über die Jahre einiges verbessert, doch es gibt immer noch viele Ausreißer. Habe mir über Ali Express für 10,49 € einen Satz Armaturen gegönnt. Habe mir heute die Kupplungsarmatur mal genauer angeschaut. Zunächst ist mir das schief geschnittene M8 Gewinde in der Kontermutter der Stellschraube aufgefallen. Außerdem ist der Kopf der Stellschraube zu klein um einen originalen Saturno Bowdenzug aufzunehmen. Eine Alternativstellschraube musste trotzdem auf 9,5 mm aufgebohrt werden. Damit diese passte musste das Gewinde in der Armatur nachgeschnitten werden. Die Länge der Stellschraube wollte ich erst nach Fertigstellung der Armatur kürzen. Dann ist ein recht primitiver Schalter montiert, aber für welchen Zweck bei der Kupplungsarmatur? Kurzerhand habe ich den Anguß für den Schalter und die Rückspiegelaufnahme abgesägt, braucht man an einer Saturno ja nicht. Jetzt kommt der eigentliche Hit. Ich habe leider erst zuletzt den Hebel ausgebaut und siehe da, es fehlt eine Hülse zwischen Hebel und Schraube. Ich unterstelle mal jetzt ganz freundlich, es ist keine konstruktive Absicht, sondern ein Montagefehler. Ganz „geschockt“ habe ich erstmals Pause gemacht und bin am überlegen, ob ich eine Buchse drehe oder gleich die ganze Armatur in den Müll werfe. Mal drüber schlafen.

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Die chinesische "Kopie" der Domino Armatur, gefunden bei AliExpress. Ich habe mal eine bestellt zum Vergleichen.

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26.08.2025: Gestern abgeholt, Restteile einer 500 cc Unfallsaturno. Ist auf die linke Seite gefallen mit entsprechend vielen Schrammen am Höcker und der Verkleidung, leider ist (natürlich) auch die Schwinge leicht eingedellt. Rahmen mit Brief und Motor wurden schon separat verkauft.

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Stand Juni/Juli 2025:
Fortschritte zur GILGIVA II siehe unter Fotos zu den Gilera Videos, Film 73.

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Die Lichtmaschinenrotore sitzen meist sehr fest auf den Kurbelwellenachsen. Ich empfehle daher bei einem Neuaufbau ein leichtes einfetten des Konus. Wer nicht im Besitz des originalen Rotorhaltewerkzeug ist muss den Abzieher festhalten und gleichzeitig die Abdrückschraube betätigen. Ich habe daher einen Gabelschlüssel umgeschweißt für die Aufnahme eines Verlängerungsrohres. Kann daher "bequem" auf der Fußraste abgestützt werden und die Hand ist frei für die Abdrückschraube.

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Wie man ein so hübsches, italienisches (japanisches) Motorrad optisch (und auch technisch) versauen kann = Made in Germany. 1. Verlängerung des vorderen Schutzblechs. Kann ich persönlich noch nachvollziehen = Spritzschutz, Verhinderung Steinschlag Wasserkühler. 2. Verlängerung Kettenschutz = typische Schwabbellösung. 3. Verlängerung hinteres Schutzblech bis auf Mitte Hinterachse = der größte Fauxpas, ebenfalls Schwabbellösung. Zum Glück akzeptiert der deutsche TÜV in den letzten 20 Jahren auch die "originale", kurze Version.

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Aus Klassik Motorrad, Heft 2/2007 (Privatarchiv)

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Doing silly things:
Die Lenkerendgewichte sind oft vermackt, aus welchen Gründen auch immer. Ich habe da auch noch einige in meinem Fundus. Was ist wenn man die Macken einfach verschleift? Gesagt, getan. Ein Gewicht auf die Drehbank gespannt und beim langsamen drehen zusätzlich mit dem Proxxon die beschädigten Stellen behandelt. Das klappt ganz prima, nur der feine Schleifstaub nervt. Ich habe aber noch einige Corona Masken. Die lassen sich für solche Arbeiten prima verwenden. Anschließend mit dem Schwingschleifer die Farbreste entfernt. Jetzt nur noch schwarze Farbe (oder rot?) aufgesprüht, fertig.

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6.Oktober 2025:
Habe schon vor längerer Zeit mal über ein Aufhübschen der Lenkerendgewichte berichtet. Durch den Aufbau der Saturno besteht wieder Bedarf auf 2 "schöne" Gewichte. Ich habe zunächst ein Gewicht in die Drehbank gespannt, aber das Ausrichten auf Rundlauf wurde mir zu kompliziert. Ich hätte eine Art Aufspannvorrichtung anfertigen müssen. Da kam mir ein ganz einfacher Gedanke, siehe Video. Ließe sich noch optimieren, aber das Ergebnis ist prima. Jetzt noch einige Lackschichten, dann fertig zum Verbauen.

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13.02.2026: Durch Zufall habe ich übers Internet zwei neue Lenkergewichte erstanden. Witzigerweise sind sie kürzer als die originalen Saturno Gewichte und haben nicht das "Innenleben". Nach mühsamer Internetrecherche habe ich herausgefunden, dass sie von einer Gilera NGR stammen müssten. Die M 8 Schrauben sind übrigens Normteile. Den Kopf der von mir bestellen Edelstahl-Schrauben kann man ja leicht schwärzen. Alternativen zu den originalen Gewichten finden sich im Internet.

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Spätestens ab einer Laufleistung von 40 Tkm sollte man beim Zahnriemenwechsel auch den Zustand der Antriebs- und Nockenwellenräder kontrollieren. Es klingt zwar recht unwahrscheinlich, dass ein Gummiriemen Aluminium bzw. Stahl verschleißt, aber es ist so. An den Zahnflanken entstehen scharfe Kanten, die die Lebensdauer eines Zahnriemens beeinflussen können, bis hin zu einem Riemenriß. Der Verschleiß darf nicht so groß werden, dass die Zähne des Zahnriemens "unten" aufliegen, was zu einem Überrutschen des Riemens führen könnte mit entsprechenden Folgeschäden. Wenn die Zahnhöhe noch ausreichend ist, kann man das Antriebsrad auch nochmals hauchzart überdrehen:

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Bei den 350/500 Antriebsräder sind zwei M5 Gewinde zum Abziehen vorgesehen, bei den 560 Abziehern nicht, bedingt durch den dickeren Kurbelwellenzapfen. Auf jeden Fall zum Abziehen keinen "ordinären" Klauenabzieher verwenden. Damit kann man die Zähne beschädigen, siehe die ersten 3 Fotos. Es gibt im Fachhandel spezielle Zahnradabzieher mit extrem dünn gefertigten Klauen. Für die 350/500 Antriebsräder kann man sich leicht einen Abzieher selber anfertigen. Man kann natürlich auch das originale Spezialwerkzeug benutzen, siehe vorletztes Foto:

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Bei mir in der Werkstatt häufen sich abgebrochene "Nasen" an den Hinterradexzentern. Ich hatte dazu einige Gespräche mit Saturnobesitzern. Alle bestätigten, dass sie die Kettenspannung mit dem Hakenschlüssel aus dem Saturno Bordwerkzeug anpassen. Und alle bestätigten, dass sie in den letzten Jahren nie die Exzenter ausgebaut und gefettet haben. Ich habe schon Exzenter mit dem Gummihammer herausschlagen müssen. Aluminium und blanker Stahl gammeln mit der Zeit fest. Kein Wunder dass die Nasen bei Anwendung leichter Gewalt abbrechen. Mal ehrlich, dass Bordwerkzeug dient wirklich nur dazu, mal kurz auf einer langen Tour, gegebenenfalls die Kette zu spannen. Da die Exzenter, verspannt über die Achse mit dem Hinterrad eine Einheit bilden, wird die Kettenspannung ganz einfach über eine Knarre gespannt, siehe Film. Ich habe mir überlegt, was man mit den optisch nicht mehr so schönen Exzenter machen könnte und habe sie in der Drehbank "schön" gedreht. Gleichzeit noch zusätzliche "Erleichterungslöcher" gebohrt. Kann man mögen, muss man aber nicht.



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Die Lage der Kühlwasserkanäle in den 1- bzw. 2-Portköpfen ist unterschiedlich. Daher haben auch die Kopfdichtungen zwei verschiedene Positionen der kleinen Kühlwasserbohrungen. Sollte ein Saturnokopf auf einen 560 cc Rumpf montiert werden müssen in die Kopfdichtung auch noch die "passenden" Löcher gebohrt werden, sonst wird der Kühlwasserstrom blockiert.

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Die kleine "Wasserkammer" bei den Saturnoköpfen wird von der Kopfdichtung abgedeckt und ist somit nicht mit dem Kühlsystem verbunden. Ich bohre daher je 2 x 5 mm Löcher in die Seiten. Vielleicht hilft es ja etwas zu verbessern 😉

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Undichte Ölschaugläser lassen sich überwiegend auf ein zu festes Anziehen der beiden M 5 Schrauben zurück führen. Im Laufe der letzten Jahre gab es schon einige Replikas, teils mit Metallgehäuse, teils aus dickerem Kunststoff. Ein Foto des 750 cc BI4 Motors hat mich für einen Eigenbau inspiriert mit einer Alugrundplatte und einem eingeschraubten Industrienormglas. Für Rennstreckenverwendung mit einer zusätzlichen Drahtsicherung.

Nachfolgend noch eine Variante mit "Erleichterungsbohrungen":

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21.05.2025:
Die Fertigungstoleranzen (Mittenabstand) zwischen der Blechhalterung und den Laschen am Rahmen ist manchmal erheblich. Als ich bei meiner ersten Saturno noch nicht darauf geachtet habe, ist mit beim Anziehen der M 6 Schrauben eine Lasche abgerissen. Ich habe dann oben und unten Zwischenrohre eingeschweißt, brutal, aber effektiv, das hält bombenfest. Eine andere Möglichkeit ist die Blechlasche zu zersägen und in zwei Einzelteilen zu montieren.

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21.05.2025:
An einer Saturno mit elektronischem Drehzahlmesser wollte ich die Antriebsschnecke gegen einen Alustopfen tauschen. Die Antriebsschnecke lagert im Kopf auf einer gehärteten Scheibe. Diese klebt aber im Kopf meist im Öl fest. Ich habe mir an eine Alustange einen Magneten geklebt der in der Größe genau in die Öffnung passt. Mit dem Magneten konnte ich die Scheibe leicht herausfummeln. Fehlte nur noch das Halteblech. Das habe ich aus einem Alu L-Profil gebastelt. Leider war ich zu faul eine "genaue" Kopie zu machen. Form follows function ;-0

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19.05.2025:
Aus "Mangel" an zweiteiligen Saturno Zahnriemenabdeckungen habe ich mir einen Deckel zurecht gesägt. Die Schnittstellen kann man prima mit einem Schwingschleifer glätten und für das Entfernen der Schneidgrate gibt es geeignete Schleifmittel.

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18.05.2025:
Hatte schon seit längerer Zeit zur Begutachtung einen Saturnomotor auf der Werkbank stehen, der zwar astrein lief, aber Kühlwasser mit verbrannte. Bis auf einen auf 41 mm vergrößerten Einlasskanal und gekürzten Ventilführungen sieht der Motor optisch wie ein normaler Saturnomotor aus. Die erste Überraschung erfolgte beim Lösen der Zylinderkopfmuttern, sie waren nur leicht handfest angezogen. Hatte da der Vorbesitzer vergessen mit dem richtigen Drehmoment zu arbeiten. War das schon die Ursache für die Kühlwasserundichtigkeit? Nächste Überraschung erfolgte nach Abnahme des Kopfes. Ein 100 mm Kolben ist verbaut, eine Kopfdichtung aus Aluminium und eingedrehte Nuten für O-Ringe in Zylinder und Kopf. Ventile mit 36/31 mm Durchmesser und Nockenwellen mit Kennung A/S, aber mit keinem Serienprofil. Tatsächlich zeigte die Kopfdichtung an einer Stelle etwas Feuchtigkeit und auf dem Kolbenboden war eine „Pfütze“ Wasser, es waren aber sonst keine optischen/mechanischen Mängel zu erkennen. Ich habe daher entschieden, den Motor wieder zusammen zu bauen und die Muttern der Zuganker statt mit 35 Nm, mit 45 Nm anzuziehen. Im Saturnokopf, unterhalb des Einlasskanals, ist eine nicht vom Kühlwasser angeströmte „Tasche“ eingegossen. Ich bohre sie immer an. Ob das irgendeinen Effekt erziehlt, keine Ahnung. Da das Fahrzeug für einen Rennstreckeneinsatz vorgesehen war (kein Anlasser) habe ich auch gleich das Kühlwasserthermostat ausgebaut und den Anwärmbypass mit Stopfen verschlossen.

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19.05.2025:
Unterschiedliche Brennraumformen zweier Saturnoköpfe mit identischen Gußnummern.
M. E. könnte der O-Ring Kopf ein originaler Piuma Kopf sein, was auch die Ventilgrößen 36/31 mm und der 41 mm Einlasskanal vermuten lassen. Allerdings ist ein Piumakopf schwarz lackiert, dieser trägt das grau eines Saturnokopfes. Nachträgliche Schweißarbeiten für die Umgestaltung des Brennraums sollte man eigentlich erkennen. Jedenfalls sind die Arbeiten höchst professionell ausgeführt.

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20.05.2025:
Der Motor mit einem 41 mm Einlasskanal war "nur" mit einem 40 mm Mikuni Flachschiebervergaser bestückt. Ich habe in meinem Fundus einen 41 mm Keihin gefunden. Das Übergangsstück ist noch vorläufig und muss noch optimiert/gekürzt werden.

25.06.2025
Jetzt mit dem "richtigen", großen K&N:

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21.05.2025:
Kennt jemand noch den Trick Dichtungen zu "hämmern"/"schlagen"? Hat mir mein Vater vor über 60 Jahren beigebracht. Aus einem Bogen Dichtungspapier wurden sogar Motordichtungen gefertigt. Mehr Informationen übers Internet. Habe mein Eigenbauölschauglas montiert:

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17.05.2025:
Einen 560 cc Motor in das Saturno Fahrwerk eingebaut und vergessen die einteilige Zahnriemenabdeckung gegen die zweiteilige Saturnoabdeckung zu tauschen. Demontage der Abdeckung im eingebauten Zustand fast unmöglich ohne sie zu zerstören. Ich habe eine "Lösung" gefunden unter Demontage des Thermostatgehäuses und des Kühlwasserschlauchs.

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17.05.2025:
Warum habe viele Saturnos an einer bestimmen Rahmenstelle Lackschäden? Passiert wenn man beim Lösen der Zahnriemenabdeckung unvorsichtig mit dem Innensechskantschlüssel über den Lack schrappt. Tauscht man die Innensechskantschraube gegen eine Sechkantvariante aus, kommt der Schraubenschlüssel nicht mehr in die Nähe des Rahmens.

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17.05.2025:
Schon vor 30 Jahren hörte ich von einem schlimmen Unfall, als sich an einer Saturno die Kickstarterschraube löste und sich Motoröl auf dem Hinterradreifen verteilte. Neben dem Einkleben mit Loctite sichere ich die Schraube noch zusätzlich mit Draht.

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Alle BI4:
Die Zubehör-ATHENA-Kopfdichtungen sind gegenüber den originalen GOETZE Dichtungen ungenau gefertigt. Speziell sind die Löcher für die Passbuchsen zu eng. Eine Kopfdichtung sollte leicht auf die Dichtfläche fallen, damit sie beim Anziehen in Position "schwimmen" kann. Ich empfehle daher die 4 Löcher für die Zuganker leicht größer zu schleifen. Die Gefahr besteht, dass sich eine ohne Änderung verbaute ATHENA "wellt" und zu Undichtigkeiten führen könnte.

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Bei meinen "Rennerles" verwende ich teilweise das digitale VAPOR Multimessgerät.
Misst u. a. Drehzahl, Geschwindigkeit, Kühlwassertemperatur.
Kostet allerdings inzwischen, einschl. Versand, um die 200 €
(es gibt natürlich auch günstigere Alternativen).

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Habe schon seit einiger Zeit zwei "niedliche" KOSO Anzeigegeräte für Wassertemperatur und Motordrehzahl liegen. Was fehlt zum Einbau ist ein Adapter für den Temperaturfühler. Den könnte man auch für viel Geld, hübsch eloxiert, kaufen. Ich habe allerdings entschieden, einen Adapter selber zu bauen. Gefunden habe ich zwei Kunststoff T-Stücke + zwei Kühlwasserfühler, die als Basis für einen Eigenbau dienen sollten.
Die Fühler mit konischem M 10 x 1 mm Gewinde habe ich auf zylindrisch M 10 x 1 mm umgeschnitten. Passende Alueinsätze waren schnell gedreht, mit UHU-Plus eingeklebt und im Ofen bei moderaten Temperaturen aushärten lassen.

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Gilera Saturno, Teil 1:
Mal auf die "Schnelle" ein Schaltgestänge gefertigt. Hatte allerdings nur noch einen 12 mm Rundstab und musste auf 10 mm abdrehen. Was man übers Internet an Halbzeugen kaufen kann ist ja kein "reines" Aluminium, sondern zusammengeschmolzenes Zeugs. Das merkt man ganz deutlich bei der Bearbeitung. An einigen Stellen rattert der Drehstahl, erzeugt Riefen und an anderen Stellen wird eine glatte Oberfläche erzielt. Da half nur das Nachpolieren mit 600 er Schleifpapier.

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Gilera Saturno, Teil 2, Schaltgestänge:
Habe tatsächlich im Internet über einen französischen Motorradteilelieferanten in der Länge passende Schaltgestänge gefunden. Vermutlich Ursprungsland China. Leider nur in schwarz eloxiert erhältlich.

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18.05.2025:
Mehr aus Langeweile habe ich aus einem 10 mm Alurundstab mal auf die Schnelle 2 Saturno Schaltgestänge "gezaubert". Je 20 Minuten, fertig. Als "Gewichtstuning" habe ich bei einem Gestänge schmale M 6 Muttern nach DIN 439 verbaut, spart 2 Gramm ;-0

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23.04.2025: Besuch eines finnischen Saturnobesitzers (wohnt aber in den NL, eine Autostunde von mir entfernt) in Garagien mit der Bitte "mal einen Blick" über seinen 560 cc (Race Track) Umbau zu werfen. Zunächst haben wir die Leerlaufdrehzahl von 3000 rpm (?) auf 1500/1800 rpm reduziert. Sollte bei betriebswarmen Motor nochmals fein nachjustiert werden. Der Motor verschluckte sich aber bei spontanem Gasgeben, ging sogar aus. Die Vergasereinstellung haben dann an meine Erfahrungswerte angepasst und siehe da, jetzt schnallste der Motor auch bei vollem Gasaufreißen über das volle Drehzahlband nach oben durch.
Allerdings sind noch einige Restarbeiten zu erledigen. So bleibt die Saturno erstmal bei mir in Saturnoland stehen. Wird fortgesetzt.

Finnischer "Schmierstoff":

28.04.2025:
Um unabhängig von einer externen Startmaschine zu werden, soll eine Anlasser verbaut werden. Kurioserweise waren 2 von 3 Tellerscheiben gebrochen. Jetzt muss ich mich um die elektrische Seite kümmern.

Zwischenstand 09.05.2025:
Das Ölschauglas hat einen kleinen Riß und muss ausgetauscht werden. Die Ölablassschraube habe ich angebohrt zwecks Sicherung mit Draht (Rennstreckenvorgabe). Ein neuer Start-Killschalter ist verlötet und mit der Elektrik verbunden. Die Masseanschlüsse am Rahmen hatten m. M. zu viel Farbe und wurden blank geschliffen. Die Verlegung der Elektrik habe ich etwas "aufgehübscht". Die Überlaufschläuche der Doppelvergaser lassen sich leicht verbinden und verlegen mit kleinen Stückchen von Schrumpfschlauch. Der verlegte Gaszug hatte an einem Ende einen Schraubnippel. Aus meinen eigenen schlechten Erfahrungen mit Schraubnippel habe ich einen neuen Bowdenzug mit Lötnippeln gefertigt.

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Stand 12.05.2025:
Funktionstest Elektrik erfolgreich bestanden.

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29.04.2025:
Obwohl die beiden Saturnos schon 1 1/2 Wochen nebeneinander stehen ist mir der Unterschied in den Reifenbreiten erst heute aufgefallen. Beide haben einen 150/60 montiert, links auf einer originalen 4" Felge mit einer gemessenen Breite von 140 mm. Rechts auf einer auf 5" verbreiterten Felge mit einer knapp 160 mm Breite. Fazit: Die originale Felge ist zu schmal für einen 150iger Reifen. Ein 140iger wäre völlig ausreichend.

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30.04.2025:
Im Nachgang noch 2 Fotos von einer Saturno mit einem 140iger Hinterradreifen. Breite mit ca. 138 mm gemessen = völlig ausreichend.

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Schon mal versucht einen Saturnotank komplett mit Benzin zu füllen? Der 20 Liter Tank verführt einen dazu, die Zapfpistole auf Anschlag zu stellen. Als ich es das erste Mal gemacht habe, spritzte gegen Ende das Benzin nur so aus dem Tankstutzen. Der Grund, ganz einfach. Warum der Tankdesigner dieses unsinnige Einfüllrohr vorgesehen hat? Keine Ahnung. In diesem Rohr sind ziemlich weit unten Entlüftungslöcher vorgesehen. Doch oberhalb dieser Löcher gehen noch mindestens 3 Liter Benzin mehr in den Tank. Und wohin soll die Luft entweichen? Sie sprudelt natürlich entgegen der Füllrichtung aus dem Tank und verursacht eine Benzinsauerei. Ich habe kurzerhand nachträglich, soweit oben als möglich, zusätzliche Löcher gebohrt, jetzt sprudelt nix mehr.

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30.04.2025: Reparatur Tankdeckel.
Der Saturno Tankdeckel ist von den Innereien her identisch mit z. B. Cagiva Mito, Ducati, Yamaha etc. Einen Saturno Tankdeckel ohne Schlüssel kann man retten, indem man Yamaha Teile einbaut. Am Beispiel eines Cagiva Mito Tankdeckels ohne Schlüssel habe ich diesen Umbau gemacht. Den Yamaha Tankdeckel habe ich beispielhaft in einen Saturnotank montiert.

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29.08.2025: Das ist mir noch nie passiert. Beim Ausbau eines Tankdeckels ist der äußere Ring gebrochen. Was tun? Die Bauteile des Saturnodeckels sind fast identisch mit einem Yamaha Deckel. Ich wollte den Saturno Verschluss mit dem Yamaha Aussenring kombinieren und dachte, mal "einfach" die Spannhülsen herauszuschlagen, denkste. Die Dinger stecken bombenfest. Dazu muss ich mir etwas überlegen. Ausbohren ist zu ungenau, da kann man mehr kaputt machen, falls der Bohrer abrutscht. Ich überlege, eine Halterung zu bauen, um den Deckel vertikal unter einer Presse zu positionieren. Es bleibt spanned.

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Natürlich sollte man bei TEMU mit Sinn und Verstand bestellen, siehe u. a. auch die EU Klage gegen TEMU. Habe dort zwei "passende" Tankdeckel für den Saturno Tank gefunden. Der Abschließbare zu einem Spottpreis von 1/3 verglichen mit anderen Internetanbietern. Da kann man schon mal "schwach" werden. Siehe auch dazu mein Angebot unter Ersatzteile/Spares:

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Wollte an einem Saturnotank einen "Racing" Tankdeckel montieren und festgestellt, dass er einige mm kleiner im Durchmesser ist. Und zwar um genau des Spaltmaßes der Gummiabdichtung. Habe dann eine nagelneue Dichtung innen passend geschliffen. Von der "Schleiferei" sieht man ja nichts im eingebauten Zustand:

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04.05.2025:
Habe schon seit Jahren eine selbstgefertigte Gabelbrücke mit einem 12 mm weiterem Standrohrabstand liegen. Ich habe sie mit einigen Gilerateilen übernommen, sie stammt wohl ehemals von einer SoS Saturno. Der Grund für die geänderte Geometrie ist mir nicht bekannt. Vermutlich war ein spezielles Vorderrad verbaut. Ich habe die Gabelbrücke mit Serienteilen komplettiert. Neu angefertigt mussten Abstandsbuchsen für die Achse und 6 mm Buchsen für die Bremszange, sowie eine breitere Schutzblechbrücke. Die Schutzblechbrücke muss noch final gebohrt werden.

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05.05.2025:
Gabelbrücke fertig gebohrt, müsste noch aufgehübscht = poliert werden.
Passt, wackelt und hat Luft = einbaufertig.

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Allgemeines zu Wellendichtringen (Quelle: Internet)

Beispiel Wellendichtring BI4 Kurbelwelle, linke Gehäusehälfte:

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Weitere Alternativen (Quelle: Internet)

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