Meine NSU-Max Vitae

Mein erster Max Kontakt war 1971. Ich war damals mit einer Ardie BD 175 unterwegs. Ein Klassenkamerad, vom Motorradfieber angesteckt, wollte ebenfalls in die „Szene“ einsteigen. Es wurde damals bei uns im „Dorf“ eine Max angeboten. Er bat mich, die Probefahrt zu übernehmen. 17 PS 4-Takt Gedonner gegenüber 8 PS 2-T Geknatter waren für mich recht eindrucksvoll. So ein Ding wollte ich auch mal haben. Letztendlich scheiterte der Kauf an der Preisvorstellung von 400 DM des Verkäufers, für heutige Verhältnisse ein Witz. Letzendlich wurde mein Klassenkamerad mit einer BMW R 25/2 Glücklich und Zufrieden.

Nach meinen vielen Max Jahren und den unendlich vielen Schrauberstunden, die ich „vergeudet“ habe, die Max Motorvarianten kennen zu lernen, kann ich einfach nur feststellen, dass ein Hr. Roder, seitens Konstrukteur des Max-Motors, überhaupt keine Ahnung von der Komplexität eines Verbrennungmotors hatte. Rippenmotor, Zwischenradentlüfter, Rechtsentlüfter und letztendlich der Supermaxmotor, der bis auf die Schlammhülsen fast identisch mit dem Rippenmtor war. Die Werkstätten hatten massive Probleme, die verschiedenen Varianten auseinander zu halten. Man denke nur an die vielen "hundert" Seiten der NSU-Änderungsmitteilungen. Der Rechtsentlüfter war m. E. eine durch und durch "kranke" Konstruktion. Wie kann man nur einen Motor in Serie gehen lassen, bei dem die Kurbelwellenentlüftungsbohrung über 2 x 5 mm Abdichtringe (ohne Wurmfeder) abgedichtet wurde? Das Image der Zuverlässigkeit der Max litt in der Käufergunst ab Mitte der 50-iger Jahre letztendlich durch Eigenverschulden. Harte Worte, aber ich stehe dazu. Der Hr. Roder war sicherlich nur ein kleines Rädchen in der Firmenhierarchie. Letztendlich muss die NSU Führungsebene die ganzen Motorvarianten genehmigt haben. Damals wie heute? Siehe z. B. Dieselskandal.

Mein ehemaliger Klassenkamerad Manfred Scheer mit seiner R 25/2 als "Verursacher" meiner Max "Leiden"schaft.

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